Hören und Entwicklung

Angeborene oder perinatal erworbene Hörstörungen sind ein schwerwiegender Risikofaktor für eine Entwicklungsstörung. Da der frühe Spracherwerb an eine adäquate akustische Wahrnehmung, besonders innerhalb der ersten 6 Lebensmonate, gebunden ist, können neonatal manifeste Hörstörungen sonst eine Ursache für erhebliche Fehlentwicklungen sein.

Damit Therapie und Förderung eine ungestörte Entwicklung des Kindes ermöglichen, sollte eine Hörstörung bereits beim Neugeborenen festgestellt werden. Auf dieser Grundüberzeugung aufbauend, hat die Stiftung für das behinderte Kind eine Multizentrische Studie zur Evaluation des Hörscreenings angeregt, vorbereitet, unterstützt und begleitet. Die Zentren Lübeck, Datteln, Münster, Bonn und Berlin haben Daten erarbeitet, die nun eine generelle Einführung des Hörscreenings in den Alltag geburtshilflicher und neonatologischer Abteilungen nahelegen.

Zum Thema "Hören und Entwicklung" erschien die Veröffentlichung:

Risikoerkennung beim Neugeborenen:
Hören und Entwicklung
J. W. Dudenhausen, L. Gortner
Med. Verl.-Ges., Frankfurt/M. 1998
ISBN 3-921320-51-8

(Diese Broschüre ist derzeit leider vergriffen.)