Symposien

Hier finden Sie interessante Symposien zum Thema Förderung von Früherkennung, Vorsorge und Frührehabilitation von Behinderungen im Kindesalter.

Einladung zum Symposium
"Perinatale Infektionen durch HIV und andere Viruserreger"
im Rahmen des 25. Deutschen Kongresses für Perinatale Medizin



Samstag, 3. Dezember 2011, 09:00 - 12:00 Uhr, ICC Lounge, Berlin

Perinatale Virusinfektionen stellen trotz aller Fortschritte in der virologischen Diagnostik und antiviralen Therapie, die während der letzten Dekaden erreicht werden konnten, weiterhin eine Bedrohung für das prä- und postnatale Wachstum sowie für die Entwicklungsprognose Betroffener dar.

Das Studium von Daten aus entwickelten Staaten zeigt u. a. für die Prognose nach perinataler HIV-Exposition Neugeborener, dass die Fortschritte hier eklatant gewesen sind. Dies sollte jedoch nicht den Blick auf die Problematik der genannten Infektion in Drittweltländern verstellen, wo diese Erkrankung neben vielen Anderen eine anhaltende vitale Bedrohung darstellt.

Ziel unseres Symposiums ist es daher, Entwicklungen in der Prävention, Diagnostik und Therapie perinataler Viruserkrankungen mit einer Schwerpunktsetzung auf HIV und CMV darzustellen und dies als Grundlage für eine weitere Verbesserung bei Risikoschwangerschaften in der Klinik umzusetzen.

Programm

09:00 - 09:35 h: Vertikale Virusinfektionen: CMV und HIV - Neue virologische Aspekte
Prof. Dr. Sigrun Smola, Institut für Virologie, Homburg

09:35 - 10:10 h: Vertikale Virusinfektionen: CMV und HIV - Geburtshilfliche Aspekte
Dr. Katharina von Weizsäcker, Charité, Klinik für Geburtsmedizin, Berlin

10:10 - 10:45 h: Pädiatrische/neonatologische Versorgung bei HIV
Dr. Cornelia Feiterna-Sperling, Charité, Klinik für Pädiatrie m. S. Pneumologie und Immunologie, Berlin

10:45 - 11:25 h: CMV-Infektionen - postnatale Diagnostik und Therapie
Prof. Dr. Ludwig Gortner, Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie, Homburg


Vorsitz:
Prof. Dr. Ludwig Gortner
Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie


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Zusammenfassung des Symposiums
"Adipositas als Risiko in der Perinatalmedizin"



9. Mai 2009, ICC Berlin

Etwa 1/3 der Frauen im reproduktionsfähigen Alter sind übergewichtig (Body-Maß-Index 25 - 30 kg/m2) und etwa 20 % sind adipös (BMI über 30 kg/m2).

Joachim W. Dudenhausen, Berlin, hat einleitend auf die Bedeutung des erhöhten BMI für geburtshilfliche Komplikationen hingewiesen. Der erhöhte BMI führt sowohl zu geburtsmechanischen Komplikationen mit der Folge einer erhöhten abdominalen oder vaginalen Operationsrate, zu einer erhöhten Häufigkeit von Geburtsverletzungen beim Kind (hier vor allem die Schulterdystokie mit neurologischen Folgen). Außerdem ist der erhöhte BMI der Mutter verbunden mit einer erhöhten Rate von makrosomen Kindern. Darüber hinaus ist festzuhalten, daß bei erhöhtem BMI die Präeklampsie, die schwangerschaftsinduzierte Hypertonie und der Gestationsdiabetes häufiger sind.

Das makrosome Neugeborene hat neben den geburtshilflichen Risiken vor allem in der Neugeborenenzeit die Probleme der Hyperglykämie zu erwarten. Es ist Aufgabe der Neonatologen, hier präventiv und therapeutisch engmaschig das makrosome Neugeborene zu betreuen. Ludwig Gortner aus Homburg stellte hier einen Managementplan vor.

Plagemann und Harder, Berlin, wiesen auf die Bedeutung des Übergewichts der Mutter als Risikofaktor für ein lebenslanges Schicksal des Kindes hin, nämlich die Ausprägung des metabolischen Syndroms im späteren Leben. Diese sogenannte perinatale Programmierung ist als Ursache späterer Erkrankungen von individueller und gesundheitspolitisch herausragender Bedeutung. Dieser Gesichtspunkt betont vor allem die Prävention der Programmierung durch Veränderungen der Risikosituation bei der Mutter.


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Zusammenfassung des Symposiums
"Rauchen in der Schwangerschaft - Gefahren und Bekämpfung"



Sonnabend, 8. November 2008, 10:00 bis 16:30 Uhr

Tagungsort:

Charité Campus-Virchow-Klinikum
13353 Berlin

Wissenschaftliche Leitung:
Professor Dr. Joachim Wolfram Dudenhausen
Klinik für Geburtsmedizin
Charité-Universitätsmedizin Berlin

Am Sonnabend, dem 8. 11. 2008 hielt die Stiftung für das behinderte Kind - Förderung von Vorsorge und Früherkennung - in der Charité im Campus Virchow-Klinikum ein Symposion ab zum Thema:

Rauchen in der Schwangerschaft - Gefahren und Bekämpfung

Es wurden die Substanzen im Zigarettenrauch bei aktivem und passivem Rauchen dargestellt. Einige dieser Substanzen werden in der Muttermilch und auch im fetalen Blut gegenüber dem mütterlichen Serum angereichert. Aus geburtshilflicher Sicht wurden die Langzeitveränderungen der utero-plazentaren Perfusion aufgezeigt, die zu einer intrauterinen Wachstumsrestriktion führen können. Die beträchtlichen lebenslangen Schäden an den intrauterin wachstumsrestriktierten Kindern nach Rauchen in der Schwangerschaft wurde von Gortner mit vorgestellten Follow up - Ergebnissen berichtet. Mehrfach wurde auf die Wirkung des Passivrauchens auf das geborene und ungeborene Kind hingewiesen, ein Thema, das deutlich in das Zentrum der Diskussion gerückt werden muß. Es müßten also auch rauchende Partner in die Beratung mit einbezogen werden. Auch die Folgen des Rauchens für das Immunsystem des Kindes sowie das hyperkinetische Syndrom wurden in Referaten dargelegt. Bergmann stellte die Häufigkeit des Zigarettenkonsums in der Schwangerschaft in Abhängigkeit von Einkommen und Schulbildung dar und betonte dies als Ausgangspunkt für eine intensive Kampagne gegen das Rauchen, die möglichst auch Jugendliche vor der Pubertät erreichen sollte.
Es war erfreulich zu sehen, daß es Strategien zur Rauchentwöhnung gibt, wie Weiß-Gerlach aus Berlin berichtete. Sollten diese Strategien nicht den gewünschten Erfolg bringen, so ist in der Schwangerschaft auch die Nikotinersatztherapie möglich.


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