Kampagne "Mein Kind will keinen Alkohol"

Hier finden Sie Pressemitteilungen zur aktuellen Kampagne "Mein Kind will keinen Alkohol"

PRESSEMITTEILUNG
Berlin, 13. April 2010

Aktion „0,0 Promille in der Schwangerschaft“ gestartet

Unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) haben die Stiftung für das behinderte Kind und der deutsche Brauer-Bund eine Aufklärungskampagne gegen Alkohol in der Schwangerschaft gestartet. Die Aktion „0,0 Promille in der Schwangerschaft“ wendet sich an Frauen im gebärfähigen Alter und will über die drohenden lebenslangen Folgen des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft aufklären.

Nur durch eine intensive Aufklärung und Prävention kann langfristig ein Umdenken in der Bevölkerung erreicht werden“, sagte der Präsident des deutschen Brauer-Bunds, Wolfgang Burgard am Dientag in Berlin. Dabei distanziert sich Burgard aber von der Forderung, Warnhinweise für Schwangere auf Bierflaschen zu drucken: „Wir deutschen Brauer sind der Überzeugung, dass Schwangere, die zu alkoholhaltigen Getränken greifen, nicht durch Warnhinweise vom missbräuchlichen Verhalten abgehalten werden können“, sagte er. „Wir sehen keine Notwendigkeit in weiteren Verboten, sondern in der Stärkung der Aufklärung.“

Jedes Jahr werden in Deutschland bis zu 4.000 Babys mit dem Fetalen Alkoholsyndrom geboren. Die Beeinträchtigungen der Betroffenen sind irreparabel und reichen von leichten bis hin zu schweren körperlichen und geistigen Schädigungen. „Diese Veränderungen, die das Lebensschicksal von 3000 bis 4000 Kindern im Jahr wesentlich beeinträchtigt, könnte man vermeiden, wenn die Mutter keinen Alkohol in der Schwangerschaft trinkt“, sagte der Vorsitzende der Stiftung für das behinderte Kind und langjährige Leiter der Kliniken für Geburtsmedizin an der Charité, Prof. Dr. Joachim Dudenhausen.

Da nach bisherigen Forschungen unklar ist, in welchem Schwangerschaftsabschnitt wie viel Alkohol wie schädlich ist, müsse man dazu auffordern, während der Schwangerschaft komplett auf Alkohol zu verzichten, erklärte Dudenhausen. In einer Umfrage der Charité hatte die Hälfte der befragten Frauen angegeben, während der Schwangerschaft Alkohol getrunken zu haben, bei neun Prozent konnte ein mehrmaliger, teilweise regelmäßiger, Alkoholkonsum nachgewiesen werden. „Wenn 50 Prozent ab und zu und neun Prozent regelmäßig gegen diese Regel verstoßen, dann müssen wir Öffentlichkeitsarbeit machen“ betonte Dudenhausen. Die meisten allermeisten Frauen, die während der Schwangerschaft nicht auf Alkohol verzichten, täten dies, weil sie keine ausreichenden Kenntnisse über die gravierenden möglichen Folgen wüssten, so der Geburtsmediziner.

Die Kampagne „0,0 Promille in der Schwangerschaft“ soll bundesweit verbreitet werden. Neben Informationsmaterial für Frauenärzte sollen Beilagen in Fachzeitschriften für Ärzte und Apotheken erscheinen. Weitere Informationen finden Sie unter www.praevention-aus-liebe-zum-kind.de

Medienkampagne gegen Alkohol in der Schwangerschaft

PRESSEMITTEILUNG
Berlin, 08. April 2010


Medienkampagne gegen Alkohol in der Schwangerschaft

Gemeinsam mit dem Wein- und Spirituosenhersteller Pernod Ricard will die Stiftung für das behinderte Kind gegen Alkoholkonsum in der Schwangerschaft und das fetale Alkoholsyndrom mobil machen. Die gemeinsame Kampagne „Mein Kind will keinen Alkohol“ wurde am Donnerstag in Berlin vorgestellt.

Viele seien der Ansicht, jeder wisse, dass man während der Schwangerschaft nicht trinken dürfe, sagte der Geschäftsführer von Pernod Ricard Deutschland, Alain Dufossé. „Offenbar weiß es aber nicht jeder, denn allein in Deutschland kommen jedes Jahr 3000 Babys mit dem fetalen Alkoholsyndrom zur Welt.“

Damit ist das Fetale Alkoholsyndrom die häufigste angeborene Behinderung – und dabei vollständig vermeidbar. „Die Kinder haben neben äußerlichen Schädigungen im Gesicht ein kleineres Gehirn, einen geringeren Kopfumfang und leiden oft an Kommunikations- und Lernschwierigkeiten“, sagte der Vorsitzende der Stiftung für das behinderte Kind und Leiter der Geburtsmedizin der Charité, Prof. Dr. Joachim Dudenhausen. Im späteren Leben hätten die Betroffenen oft Schwierigkeiten in der Schule und erlangten überdurchschnittlich oft keinen Schulabschluss.

Kein gesundes Maß an Alkohol in der Schwangerschaft

Problematisch sei nicht nur der starke Alkoholkonsum von abhängigen Müttern, sondern auch das gesellschaftsfähige Glas Rotwein am Abend, betonte Dudenhausen. "Da wir bisher nicht wissen, an welchem Tag der Schwangerschaft wie viel Alkohol wie gefährlich ist, ist es nur sicher, ganz auf Alkohol zu verzichten", sagte er.

Alkoholkonsum in der Schwangerschaft werde gesellschaftlich zu sehr hingenommen kritisierte die Frau des niedersächsischen Ministerpräsidenten, Bettina Wulff. Gemeinsam mit Silvana Koch-Mehrin, Franziska Knuppe, Liz Baffoe und Silvia Incardona unterstützt sie die Kampagne. Auch Dufossé nannte "Leichtsinn, fehlendes Wissen und mangelnden gesellschaftlichen Druck" als Gründe für den Alkoholkonsum werdender Mütter.

Als Spirituosenhersteller habe man eine besondere Verantwortung, sich für verantwortungsvollen Konsum und gegen Alkoholmissbrauch einsetzen, sagte Dufossé. "Gegen Alkohol in der Schwangerschaft sollten Wissenschaft, Politik, Gesellschaft und Spirituosenunternehmen an einem Strang ziehen."

www.mein-kind-will-keinen-alkohol.de
www.fasd-zentrum.blogspot.com

Zentrum für Menschen mit angeborenen Alkoholschäden an der Charité eröffnet

PRESSEMITTEILUNG
Berlin, 08. April 2010


Der Konsum von Alkohol in der Schwangerschaft ist die häufigste Ursache angeborener körperli-cher und geistiger Behinderung von Kindern. In Deutschland werden jährlich über 3.000 Kinder mit dem „Fetalen Alkoholsyndrom“ (FAS) geboren – die Dunkelziffer liegt weit höher. Trotzdem werden die Gefahren des Trinkens während der Schwangerschaft oft verharmlost – mit vielfach fatalen Folgen.
Zusammen mit der Stiftung für das behinderte Kind setzt sich Pernod Ricard gegen „Alkohol in der Schwangerschaft – Fetales Alkohol Syndrom“ ein und unterstützt die Aufklärungsarbeit der Berli-ner Charité mit einer nationalen Mediakampagne „Mein Kind will keinen Alkohol!“ Begleitet wird die Kampagne von einem starken Frauenteam mit u.a. Liz Baffoe, Silvia Incardona, Franziska Knuppe, Silvana Koch-Mehrin und Bettina Wulff.

Die gemeinsame Informations- und Aufklärungskampagne „Mein Kind will keinen Alkohol“ wird den Medien und der Öffentlichkeit erstmals im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt, zu der wir Sie ganz herzlich einladen.

Pressekonferenz „Mein Kind will keinen Alkohol“,
am Donnerstag, dem 08. April 2010, um 11.00 Uhr,
im Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Raum 5,
Schiffbauerdamm 40 /Ecke Reinhardtstraße 55, 10117 Berlin

Als Referenten und Gesprächspartner erwarten Sie bei dieser Pressekonferenz:
- Patrick Ricard Chairman von Pernod Ricard, Paris
- Bettina Wulff Ehefrau von Ministerpräsident Christian Wulff und zweifache Mutter
- Alain Dufossé Vorsitzender der Geschäftsführung Pernod Ricard Deutschland GmbH
- Bernhard Eisheuer Geschäftsführer Marketing Pernod Ricard Deutschland GmbH
sowie
- Prof. Dr. med. Joachim Wolfram Dudenhausen
Direktor der Kliniken für Geburtsmedizin der Charité Berlin

PRESSEMITTEILUNG
Berlin, 02. Februar 2010

Zentrum für Menschen mit angeborenen Alkoholschäden an der Charité eröffnet


Das Zentrum für Menschen mit angeborenen Alkoholschäden an der Berliner Charité hat heute seine Arbeit aufgenommen. „Die erstmalige Zusammenarbeit von Kinderärzten, Geburtshelfern und Psychologen am Standort Charité bündelt unsere Arbeit und ist von unschätzbarem Wert“, sagte Prof. Dr. Hans-Ludwig Spohr am Dienstag in Berlin.

Das Zentrum richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit den sogenannten fetalen Alkoholspektrum-Störungen (FASD) sowie an deren Angehörige. FASD sind die Folge von mütterlichem Alkoholkonsum während der Schwangerschaft. Die Folgen reichen von leichten bis hin zu schweren körperlichen und geistigen Behinderungen. Nach offiziellen Angaben werden allein in Deutschland jedes Jahr mehr als 3.000 Kinder mit angeborenen Alkoholschäden geboren.

„Neben der Diagnostik und Beratung wollen wir besonderes Augenmerk auf die primäre Prävention legen“, erklärte Prof. Dr. Joachim Dudenhausen. So sei die Behinderung durch Aufklärung, Verhütung und letztendlich durch völligen Verzicht auf Alkohol während der Schwangerschaft zu hundert Prozent vermeidbar.

Das Zentrum für Menschen mit angeborenen Alkoholschäden ist eine Einrichtung der Stiftung für das behinderte Kind. Die beiden Initiatoren, Prof. Dudenhausen und Prof. Spohr beschäftigen sich seit über zwei Jahrzehnten mit dem Krankheitsbild FASD. Dudenhausen ist Direktor der Klinik für Geburtsmedizin am Campus Virchow-Klinikum der Charité und Vorstandsvorsitzender der Stiftung für das behinderte Kind. Spohr hat bis 2005 die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der DRK-Kliniken in Berlin Westend geleitet.

Weitere Informationen und Kontakt:
www.fasd-zentrum.blogspot.com
Tel: 030/ 450 564 107
Email: fasd-zentrum@charite.de

Megaposter an der Berliner Charité enthüllt

PRESSEMITTEILUNG
Berlin, 15. März 2010


„Mein Kind will keinen Alkohol!“ - Megaposter an der Berliner Charité enthüllt

Mit der Enthüllung zweier neun mal neun Meter großen Riesenposter an der Charité hat die „Stiftung für das behinderte Kind“ am vergangenen Mittwoch die Aufklärungsaktion „Mein Kind will keinen Alkohol!“ gestartet. Auf den Plakaten ist das Piktogramm einer schwangeren Frau mit einem Weinglas in der Hand zu sehen - durchgestrichen mit einem fetten Balken. Unterstützt wird die Kampagne von dem Unternehmen Pernod Ricard.

Der Konsum von Alkohol in der Schwangerschaft ist die häufigste Ursache angeborener körperlicher und geistiger Behinderung von Kindern. Allein in Deutschland werden jährlich mehr als 3.000 Kinder mit Fetalen Alkoholspektrum-Störungen (FASD) geboren. Neben organischen Schäden - etwa Minderwuchs, Fehlbildungen, Hör- und Schluckstörungen sowie Herzfehlern - kann Alkoholkonsum Intelligenzminderung, Verhaltens-, Lern- und Schlafstörungen verursachen.

Trotzdem werden die Gefahren des Trinkens während der Schwangerschaft oft verharmlost. Dabei tritt FASD nicht nur bei alkoholkranken Müttern auf. Auch beim „gesellschaftsfähigen“ Schwips trinkt das Kind im Bauch der Mutter mit. Viele vergessen: Es gibt kein gesundes Maß an Alkohol in der Schwangerschaft.

Die Medienkampagne „Mein Kind will keinen Alkohol!“ wird am 8. April 2010 in Berlin vorgestellt.