04.12.2011, Die Welt, Beilage Frauengesundheit

Alkohol in der Schwangerschaft:

0 Prozent Alkohol in der Schwangerschaft verhindert die fetale Alkoholschädigung zu 100 Prozent

Von  Gabriele Grünebaum

Allein in Deutschand werden jährlich mehr als 3.000 Kinder mit einer erkennbaran Alkoholschädigung geboren. Alkoholkonsum während der Schwangerschaft ist die häufigste Ursache für angeborene körperliche und geistige Behinderungen.

Neben organischen Schäden - etwa Gehirnschäden, Herzfehlern oder Minderwuchs - kann Alkoholkonsum der werdenden Mutter Intelligenzminderung, Verhaltens-, Lern- und Schlafstörungen beim Kind verursachen. Trotzdem werden die Gefahren des Trinkens während der Schwangerschaft oft verharmlost. Dabei treten fetale Alkoholspektrum-Störungen (FASD) nicht nur bei Kindern von alkoholkranken Müttern auf. Auch beim gesellschaftlich akzeptierten "Gläschen in Ehren" trinkt das Kind im Bauch der Mutter mit. Während für die Mutter Alkohol ein Genussmittel sein mag, ist es für das ungeborene Kind ein Schadstoff, den es nicht verträgt und den es kaum Abbauen kann. In Abhängigkeit von Reifestadium und Alkoholmenge wirkt sich der Alkoholkonsum der Schwangeren irreversibel schädigend auf das ungeborene Kind aus. Auch schon kleine Mengen Alkohol können das Ungeborene schädigen.

Daher lautet der Rat von Prof. Jochen Dudenhausen, vom Vorstand der Stiftung für das behinderte Kind: "Trinken Sie keinen Schluck Alkohol in der Schwangerschaft - es gibt kein gesundes Maß an Alkohol in der Schwangerschaft."

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