11.06.2015, 16.13 Uhr

Stiftung für das behinderte Kind verleiht auf dem Hauptstadtkongress Medienpreis

Professor Joachim Dudenhausen, Vorsitzender der Stiftung für das behinderte Kind, überreicht Lara Fritzsche, einer von zwei Preisträgerinnen, den Medienpreis "Prävention in der Schwangerschaft" 2015.

Professor Joachim Dudenhausen, Vorsitzender der Stiftung für das behinderte Kind, überreicht Lara Fritzsche, einer von zwei Preisträgerinnen, den Medienpreis "Prävention in der Schwangerschaft" 2015.

Berlin, 12. Juni 2015 – Wie in den Vorjahren hat die Stiftung für das behinderte Kind den Medienpreis Prävention in der Schwangerschaft im Rahmen des Hauptstadtkongresses 2015 Medizin und Gesundheit in Berlin verliehen. Die diesjährigen Preisträger sind die Hörfunkjournalistin Maria Riederer aus Frechen und die Münchner Redakteurin Lara Fritzsche.

Der Medienpreis der Stiftung für das behinderte Kind wurde zum 5. Mal verliehen und hat damit bereits Tradition. Die wachsende Anzahl an hochwertigen Bewerbungen zeigt, dass die Themen Schwangerschaft, Vorsorge, Pränataldiagnostik und Umgang mit Behinderung etc. aktueller denn je sind. So brauchte die Jury wieder zahlreiche Abstimmungsrunden, um unter den hochkarätigen Einsendungen zwei Preisträgerinnen auszuwählen, deren Arbeiten in besonderer Weise Schwerpunkte der Stiftung für das behinderte Kind thematisieren.

„Die beiden Beiträge sind – jeder auf seine Art – ganz besonders interessant und damit in unseren Augen auszeichnungswürdig“, fasst Prof. Dr. Joachim W. Dudenhausen, Vorstandsvorsitzender der Stiftung für das behinderte Kind und Juryvorsitzender, das finale Votum der Jury zusammen: Lara Fritzsche zeigt in ihrem Text „Unguter Hoffnung“, der am 31. Januar 2014 im Magazin der Süddeutschen Zeitung erschien, eine völlig neue Perspektive auf das Thema Schwangerschaft. Sie berichtet darüber, wie Frauen mit Magersucht ihre Schwangerschaft erleben und was es heißt, in unserer vom Schlankheitswahn erfüllten Gesellschaft einen dicken Bauch zu bekommen. Sie macht in eindrucksvoller Weise klar: Man kann Kinder nicht nur durch Nikotin und Alkohol schädigen, sondern auch, indem man sie im Mutterleib beinahe verhungern lässt. Im Beitrag „Herzlichen Glückwunsch, Ihr Kind hat Downsyndrom“ von Maria Riederer, der im Juni 2014 erstmals im WDR-Hörfunk ausgestrahlt wurde, kommen alle Beteiligten zu Wort: Ärzte, Heilpädagogen, Eltern, vor allem aber die Betroffenen – die Kinder mit Downsyndrom. Damit hebt die Autorin sie aus der Anonymität heraus, gibt ihnen eine Stimme und zeigt: Es gibt viele Schwierigkeiten und Unterschiede zu Nichtbehinderten, aber es gibt auch viele Ähnlichkeiten zu anderen Kindern vor allem wenn es um so wichtige Themen geht wie Eigenständigkeit, Kontakt zu anderen Kindern, sexuelle Entwicklung u. v. m.

Auch im kommenden Jahr wird die Stiftung für das behinderte Kind wieder einen Medienpreis verleihen, mit dem sie hochwertige, informative und breitenwirksame Medienarbeit unterstützt und fördert. Dabei geht es in erster Linie um die Vermeidung, die frühzeitige Erkennung und die Verminderung möglicher gesundheitlicher Schäden des ungeborenen Kindes (und der Mutter) in der Schwangerschaft. Die Ausschreibung des nächsten Preises wird im Oktober 2015 versendet.

Die Stiftung für das behinderte Kind fördert Vorsorge und Früherkennung von Behinderungen im Kindesalter. Die Einführung der allgemeinen Vorsorgeuntersuchungen und der Ausbau genetischer Beratungsstellen in der Bundesrepublik Deutschland zählen zu den Erfolgen ihrer Arbeit. Weitere Informationen über die Stiftung sind zu finden unter www.stiftung-behindertes-kind.de.

Weitere Informationen zum Medienpreis erhalten Sie in unserem Pressebüro. Dort bekommen Sie auch ein Foto der Preisverleihung. Der Abdruck des Fotos ist honorarfrei, über ein Belegexemplar bei Abdruck würden wir uns sehr freuen.

Stephanie Ralle-Zentgraf
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